Spaghetti mediterrana

Lecker und schnell zubereitet: Spaghetti mit mediterraner Gemüsemischung (Oliven, Zucchini, Bohnen, Erbsen, Möhren…) und Garnelenschwänzen.
Das Rezept gibt es hier.

Lecker und schnell zubereitet: Spaghetti mit mediterraner Gemüsemischung (Oliven, Zucchini, Bohnen, Erbsen, Möhren…) und Garnelenschwänzen.
Das Rezept gibt es hier.
Apium graveolens L.
Übersetzung:
Graveolens: stark riechend. Andererseits gilt: pecunia non olet (s.a. Vespasian -> fr. vespasienne, it. vespasiano, de: Pissoir) - Geld stinkt nicht. Neudeutsch als Euphemismus: Geld oelt nicht (aber es schmiert). Kurz: Ein kostenneutrales Doldengewächs, von Linné klassifiziert.
Russisch: Сельдерей. Vietnamesisch: Cần tây
Update: Malaysisch: Daun Sop
Die unten abgebildete Varietät ist ein Staudensellerie. Auch Bleichsellerie genannt oder St*ngelsellerie.

Staudensellerie hat in der Kalten Küche Furore gemacht. Vor allem als Dip oder in Salaten. Mein Favorit: mit Birne und Roquefort-Sauce. (Die Reminiszenz an Kohl entfällt heute.)
Geschmort bildet er eine aparte Beilage. (Zum Schluss die gehackten Blätter drunterziehen!) — Zur Abwechslung kann man ihn auch mit einer Spur Curry abschmecken oder mit einem Schuss Pernod.
Die Kumato ist eine Züchtung von Syngenta Seeds …

Eminent Food B.V., nach eigenem Bezeugen Europas größter Lieferant von exklusivem Unterglasgemüse, wirbt folgendermassen:
Die diep braune Farbe dreht dieses Kumato in eine bestimmte Ergänzung auf der Tomatezusammenstellung. Das Kumato ist scmäcklich in den Salaten aber auch köstlich zumm grillen oder im Ofen.

Diese Karotten sind eine Züchtung zwischen Ur-Möhre und unseren neumodischen Möhrchen. Sie haben einen speziellen Namen, den ich aber nicht erwähnen werde und der sich kaum durchsetzen wird.
Sie sind selbstverständlich noch gesünder usw. usf. Schade nur, dass die Farbe nicht kochecht ist :-(
Singular: Zucchino.
Schweizerisch: Zucchetti und – aua! – Plural: Zucchettis.
Deutsch: Zukhetthis.
Allerweltskürbisgemüse, das man zur Erntezeit von allen Bekannten geschenkt kriegt, weil die Dinger wie Unkraut wachsen und jeder zuviel davon hat. Oft sind es dann so Riesendinger, die eigentlich einen Waffenschein erforderten.
Allgemein gilt: je kleiner, je feiner.
Etabliert hat sich dieses Gemüse, als die Toscanafraktion die Ratatouille entdeckte. (Nicht den Film.)
Ganz apart schmecken die Zucchini im Salat, als Julienne. Oder zum Apéro: längs in dünne Scheiben schneiden, kurz blanchieren und dann mit getrockneten (aber eingelegten!) Tomaten, feingehackt, belegen und aufrollen. Mit Olivenöl beträufeln.
Sie lassen sich, entkernt, in Paysanne oder Batonnets schneiden. Häufig werden sie auch gescheibelt. Dabei siehts ganz nett aus, wenn man sie zuvor mit Kannelüren versehen hat. (Dazu gibt’s ein spezielles Kannelier-“Messer“.)
Immer auch beliebt sind Gratins in Kombination mit Kartoffeln. Oder Rösti mit einem Drittel ebenfalls geraffelter Zucchini. (Wobei mir die Röstivariante mit Sellerie besser schmeckt – nur so als Geheimtipp.)
Wem dieses Gemüse zu nichtssagend ist, der freue sich um so mehr an der Blüte!

Das tue ich auch und schwenke die (weibliche) Blüte in heisser Butter, nachdem ich sie vorher mit etwas Peperoni-Reis gefüllt habe:

Dazu gab es als kleine Beilage Lachs, in dunklem Bier pochiert. Als Sauce diente der reduzierte Fond, aufgemotzt mit Safran und wenig Rahm. Mit Bindemittel wäre sie fotogener geworden ;)
(Das Rezept enstammt übrigens dem fruchtlosen Versuch, im Zentrum Stavangers einen trockenen Weisswein aufzutreiben. Weshalb sich die Stadt dieses Jahr dennoch mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europas” schmücken darf, bleibt ein Rätsel.)
Weil ein Salat nicht ausreicht:

Oder als Vorspeise in der kleinen Schüssel angerichtet, mit Apfel, Möhre, roter und grüner Paprika:

Mit Lachs, Frühlingszwiebel, Möhrenstiften und Ingwer eine herrliche Delikatesse:

Mit Knoblauch sind sie der King: Die Zwiebeln
Geschnitten und in Öl oder Butter gedünstet sind Zwiebeln ein scharfes Gemüse.
Diese Blumenkohlzüchtung ist nach Gioacchino Frascati, detto il Romanesco benannt, dem Begründer der Fraktaltheorie. Über dessen Vita wissen wir nicht viel, ausser dass er eine unglückliche Beziehung zu einer gewissen Lucrezia delle Broccoli unterhalten haben soll. Auch sind Fragmente eines Briefwechsels mit Fibonacci bekannt.
Romanesco kann man wie Blumenkohl zubereiten. Er schmeckt nicht so stark nach Kohl, hingegen sind nach angemessener Lagerung im Abgang reiche Kompostiernoten zu entdecken.
„Romanesco auf Tomatensauce“ oder „Romanesco mit Sesambutter“ sind mir keine eigenen Rezepturen wert. Das läuft normalerweise unter “Serviervorschläge”, und damit würde sich nur die Zahl der Einträge künstlich erhöhen. Aber es gibt natürlich Verfasser von Kochbüchern, die genau das tun.