Mein derzeitiges Hauptnahrungsmittel. Ich versuche mal die arabische Schiene einzuführen.
More to come. . .
Spanisch: Granada; russisch: Гранатник, schwedisch: Granatäpple, vietnamesisch: Cay luu.
Update: malaysisch: Delima
Die Namensgebung muss erfolgt sein, bevor man Clusterbomben kannte.

Es wird überliefert, dass es sich beim Baum der Erkenntnis um einen Granatapfelbaum gehandelt habe. Auch ist der Reichsapfel ein Granatapfel, obwohl er bereits Aphrodite attribuiert wurde.

Der Saft wird zum Färben von Teppichen verwendet, ist aber auch trinkbar. Zum Sirup eingedickt nennt er sich „Grenadine“.

Die Fruchtkerne sind eine attraktive Ergänzung zu Desserts verschiedenster Art, können aber auch Salate bereichern.
Bei mir landeten sie allerdings in einem Linsencurry mit Mango und Sauerrahm. (Der Lateiner nennt diese Zubereitungsart „cum grano salis“, „mit gesalzenem Kern“.)

Es wundert nicht, dass der Frucht aphrodisiakische Wirkung zugeschrieben wird. Entsprechend hat sich die übliche Abzockerei etabliert. Und in der Naturheilkunde erst recht. Aus der einschlägigen Werbung:
Der Granatapfel wirkt sowohl als schwaches pflanzliches Östrogen und lindert dadurch Wechseljahresbeschwerden als auch antiöstrogen und schützt so vor Brustkrebs.
Gegen Prostatakrebs hilft er ebenso, wie er gegen Arthritis und Alzheimer wirken soll.
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Und noch ein praktischer Tipp, gefunden auf einer nicht weiter erwähnenswerten Webseite: „Granatapfel am besten wie eine Orange schälen.“ — Versuchen Sie das mal … :-)
(Und es würde mich nicht wundern, wenn dort jede Variante einen eigenen Rezepteintrag erhielte à la: „Feldsalat mit Granatapfel“, „Eichblattsalat mit Granatapfel“, „Rucolasalat mit Granatapfel“, „Obstsalat mit Granatapfel“ etc.)

Bei Freunden in Costa-Rica gibt’s immer Obst am Tisch …
Die Avocado ist — Achtung: Bildungsbloggen! — eine Beere. Sie wird vor allem gekauft, um daraus Avocadobäumchen zu ziehen: das standardisierte Verfahren um herauszufinden, ob jemand einen Grünen Daumen besitzt oder nicht.
Dazu verwendet man, wohlgemerkt, nur den Kern. Dieser findet sich relativ leicht in der Mitte der Beere. Der Rest lässt sich umweltverträglich entsorgen. (Nur die ledrige Haut gehört in den Sondermüll. Mehr darüber weiter unten.)

Zum Auskeimenlassen bieten sich zwei Möglichkeiten an:
Handwerklich Begabte fxieren den Kern mit drei Zahnstochern über einem Glas mit Wasser, so dass er knapp über dem Wasserspiegel platziert ist. Dabei ist täglich der Wasserstand zu überprüfen beziehungsweise Wasser nachzugiessen. Selbstredend, dass dazu levitiertes Wasser verwendet wird, das „in diesem nicht gravitativen, mikropartiellen Zustand ganz besondere Formen der Stoffwechselsituation ermöglicht“.
Variante II (erfolgversprechender): Einbuddeln und abwarten. (Warmer Standort, aber nicht zu feucht.)
Nicht zu unterschätzen ist ein zweiter Absatzmarkt: Statt zu kompostieren lässt sich die Verpackung des Kerns zu einer Gesichtsmaske vermantschen. Angereichert mit Buttermilch, Eigelb, Honig oder Sahne, abgeschmeckt mit Majoran, Thymian und einer Prise Cayenne (belebt die Augenpartie) lassen sich hübsche Effekte erzielen.
Als eher profane Verwendungsmöglichkeit wäre noch der Verzehr derselben ins Auge zu fassen. Halbieren, die Kernhöhle mit einer Vinaigrette auffüllen und dann auslöffeln, was man sich eingebrockt hat. Eine genial einfache Vorspeise und — lecker!
Welche Teufelei allerdings dahintersteckt, dass diese Dinger neuerdings, zu Recht, als „garantiert genussreif“ angeboten werden können, muss ich noch herausfinden.
Weil ein Salat nicht ausreicht:

Oder als Vorspeise in der kleinen Schüssel angerichtet, mit Apfel, Möhre, roter und grüner Paprika:

Mit Lachs, Frühlingszwiebel, Möhrenstiften und Ingwer eine herrliche Delikatesse:

Bei Fischgerichten sehr beliebt: Die Zitrone.
Aber auch gerne im Tee oder als Beilage zu anderen Gerichten.
Diese Frucht ist immer eine gute Zutat.