Archive for Mai, 2008

Parsley, sage, rosemary and thyme

Veröffentlicht von ajku am 27. Mai 2008 | Gewürze

Ein bisschen Nostalgie oder: Als die Braut noch MyrteRosmarin trug.

Rosmarinblüten

 

„Scarborough Fair“, eine elizabethanische Weise, wurde Ende der sechziger Jahre populär, vor allem als Soundtrack zum Film „Die Reifeprüfung“. Die „Wiederentdeckung“ verdanken wir Simon and FurGarfunkel.

Das Original besticht durch Schlichtheit und hat den speziellen Kick mit der archaischen kleinen Septime (aeolisch). Immer wieder beliebt. :)

Die mittelalterliche Ballade definiert wahre Liebe als das gegenseitige Fordern, Unmögliches möglich zu machen. (Oder zumindest als Versuch …) Und sie endet denn auch mit:

Dear, when thou hast finished thy task,
Parsley, sage, rosemary and thyme,
Come to me, my hand for to ask,
For then thou art a true love of mine.

Die Gewürzeinkaufsliste wird in jeder Strophe wiederholt, hat sie doch Symbolcharakter:

♥ Rosmarin steht für Liebe und Treue, findet Verwendung in Liebestränken und soll gar Alzheimer verhindern.

♥ Petersilie verwandelt Bitterkeit in Milde. Auch im übertragenen Sinne:

Krause Petersilie

 

♥ Salbei fördert die Fruchtbarkeit und gibt Kraft:

Griechischer Salbei

 

♥ Thymian stärkt den Mut:

Feldthymian

 

Größere Bilder:
Rosmarinblüten
Krause Petersilie
Griechischer Salbei
Feldthymian

 

Update aus gegebenem Anlass: Thymianblüten

 

Thymianblüten

 

Geduld bringt nicht nur Rosen oder: Sag’s mit Blumen!
Respektive durch die Blume: Trotz EM — Killerinstinkt wird überbewertet.

Größeres Bild:
Thymianblüten

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Blauer Schwede

Veröffentlicht von ajku am 12. Mai 2008 | Kartoffeln, Pilze

Diese Knolle war BlogmodelKartoffel des Jahres 2006:

blauer_schwede_480x367.jpg

 

Die Farbe bleibt beim Kochprozess annähernd erhalten, was vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, wie folgende Hommage an H.J. Giger zeigt:

giger_480.jpg

 

Blini mit Blauem Schweden
auf Champignon-Coulis

Zum Rezept ein paar Stichworte:

Die Blintschiki/Crêpes/Pfannkuchen nach Hausrezept herstellen. – Die gepellten und gekochten (Achtung: kurze Garzeit!) Blauen Schweden mit der Gabel zermanschen, so wie es Peter I. immer mal wieder vorhatte, mit Rahm verfeinern, was Peter I. wiederum abgelehnt hätte, und damit die Blini bestreichen. – Zusammenrollen und quer schneiden.

Champignons kleinschneiden, in Butter anziehen und mit Weisswein ablöschen. Zusammen mit Crème fraiche und wenig Tomates concassées auf kleinem Feuer reduzieren. – (Und natürlich würzen.)

Was unbedingt dazugehört, à part, ist Meerrettichschaum!

Das Rezept dürfte sich in jeder Alters-WG bewähren.

 

Größere Bilder: Blauer Schwede, Blini

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